Mucken
Das Mucken bezeichnet eine ruckartige Bewegung des Handgelenks beim Schießen. Konkret ist es ein Einknicken des Handgelenks von seiner IST-Position nach unten und soll den Hochschlag der Waffe kompensieren. Es tritt vor allem bei Schützen und Schützinnen auf, die noch gar keine oder sehr wenig Schießerfahrung gesammelt haben oder nach langer Zeit auf ein neues (stärkeres) Waffenmodell umsteigen und den Rückstoß noch nicht einschätzen können.
Das Mucken ist, vereinfacht ausgedrückt, die körperliche Reaktion der geistigen (unterbewussten) Angst vor dem Schuss. Ausgelöst wird es durch das limbische System des Gehirns; dieses steuert jene Aspekte unserer Körpersprache, die wir selbst nicht willentlich kontrollieren, steuern oder beeinflussen können. Beispielsweise das Schwitzen, wenn uns warm ist, Gänsehaut oder Zittern, wenn uns kalt ist oder auch das Blinzeln, wenn wir uns erschrecken.
Da das Mucken nicht auf mangelnde Muskelkraft zurückzuführen ist, sondern auf eine völlig natürliche und normale Gehirnfunktion, lässt sich dieser Schützenfehler auch nicht durch reine Muskelkraft unterbinden. Gute Schießtrainer haben aber einige pädagogische Tricks auf Lager, die Ihnen helfen, das Mucken über kurz oder lang in den Griff zu bekommen.